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- Kati Faber
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- Nicht ein Thema ist es, das beim
Betrachten meiner Photos deutlich wird, nicht eine präzise mit Worten
benennbare Sache drängt sich auf. Es sind zurückhaltende Bilder und eher
leise. Ein Storch steht auf dem Feldweg, dahinter eine Birke, der erste
Schnee im Hinterhof, am Anfang eines langen Winters, leere Liegestühle am
verlassenen Strand, das ganze unter schwerem Himmel vor bleierner See. Nur selten
zeigt sich der Mensch auf meinen Photographien, und wenn, dann
erscheint er vereinzelt. Dennoch ist er in seiner Abwesenheit anwesend, denn zu
sehen sind hier nicht topographisch festgelegte Orte (und auch in der
Zeit lassen sie sich nicht bestimmen), vielmehr sind sie allgemeiner
Gültigkeit und angesiedelt im Inneren, Orte seelischer Befindlichkeiten
vielleicht oder der Erinnerung. Erinnerung aber nicht an konkrete
Begebenheiten, sondern eher Erinnerung an vage Sehnsüchte. Manches Photo atmet den
Sonntagsausflug in Kindertagen, hat den Geruch von Sommerferien, oder
erzählt von der Sehnsucht nach dem Idyll, das jedoch an ganz
bescheidenen Stellen zu finden ist, fast alle sprechen von Ruhe und
Abgeschiedenheit und spiegeln in ihrer Gesamtheit ein Gedächtnis, indem man wie in
einer Stube herumspazieren kann. Dem
- Geheimnisvollen im Alltäglichen,
gilt meine Aufmerksamkeit, einen vorgefundenen Raum so abzulichten,
daß dieser transzendiert wird. So werden vorgefundene Räume zu
zeitlosen Erinnerungsräumen in denen Vergangenes, Gegenwärtiges und
Zukünftiges gleichermaßen dargestellt wird. "Zwischen den Zeiten, ist
zwielichtiges Gelände, in dem verirrt man sich leicht und geht auf geheimnisvolle
Weise verloren."1
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- 1 Christa Wolf
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Faber zukommen, bitte nehmen Sie Kontakt
mit uns auf.
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